Rezitations- und Musikprojekt im Antikenmuseum

Im Lichte Griechenlands. Rezitation und Musik

Griechische Götter und Helden gespiegelt im Bewusstseinslicht klassischer Dichtung. Texte von vier Grössen des literarischen Olymps: Hölderlin, Goethe, Schiller und Meyer. Deutsche Lyrik durchpulst und durchatmet von griechischen Metren.

„Poiesis“ - das schaffende Wort.

Friedrich Hölderlins Lebenssehnsucht nach den antiken Anfängen durchzieht geheimnisvoll sein Leben und Werk. Der abendländische Kulturentwickler Johann Wolfgang von Goethe schöpft aus dem Quellbereich der dichterischen Kunstelemente, der Metrik. Der Meister des Spiel- und Stofftriebs Friedrich Schiller schuf seine Sprach-Kunstwerke als „lebende Gestalten“. Conrad Ferdinand Meyer, als der später geborene, verdichtet symbolhaft Einzel-schicksale zu überpersönlicher Lyrik.

Die erklingende Musik, gleichsam Nachklänge aus der Antike, basiert im Wesentlichen auf den genuinen, Instrumenten-eigenen Möglichkeiten, welche der griechische Aulos bietet. Die griechische Rhythmik, wie wir ihr in der Epik sowie der Lyrik des 6. und 5. Jh. v. Chr. begegnen, formt schliesslich diese Wendungen zu vielfältiger "Musik". Je nach Dialekt der klassischen, keineswegs einheitlichen Lyrik unterscheiden sich deren Figuren und Formeln. Ein Abbild davon zeigt sich auch in der rein instrumentalen Musik.

 

Zu den Instrumenten:

Der Aulos, immer doppelt geblasen, ist das Blasinstrument der  griechischen Antike schlechthin.

In verschiedener Ausführung, aus Schilf, kunstvoll gedrechselt aus Holz oder Hirschknochen, gehört es aber ebenso zu den Kulturkreisen der Ägypter, Sumerer und Hethiter. Die hier verwendeten Instrumente sind von Paul J. Reichlin nach umfangreichen Untersuchungen den originalen Auloi aus der klassischen Antike nachgebaut.

Die Kymbala sind wiederum paarweise gespielte Becken verschiedener Grösse aus Bronze. In der Antike scheinen sie fast ausschliesslich von Frauen gespielt worden zu sein. Die hier gespielten Instrumente sind Kopien von originalen Artefakten aus dem 8. bzw. 5. Jh. v. Chr.

Das Seistron ist eine Rassel aus dem ägyptisch-minoischen Kulturraum, das erst in ptolemäischer Zeit Eingang fand in die Musikausübung der griechischen Antike. Das vorgestellte Instrument ist dem Seistron aus dem Grab von Tut ankhamun nach gebaut.

Rezitation: Gabriela Swierczynska. Musik: Conrad Steinmann

Antikenmuseum Basel, Veranstaltung zur Sonder-Ausstellung "ausgegraben!"

Förderung durch Sampo: 600 CHF


 



 
 


 

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